Krimi-Reihe „Mit Häubchen und Polizeimarke“
Die Reihe setzt 1912 ein. Die Bände erzählen eigenständige Fälle, gleichzeitig wird einen größeren Erzählbogen um das Ermittlerpaar gespannt. Das Ermittlerteam besteht aus Friederike „Rieke“ Ulmenstein, einer Krankenschwester in Berlin, die trotz ihres unkonventionellen Interesses an Kriminalromanen durch ein scharfes kriminalistisches Gespür auffällt. Ihr zur Seite steht Gustav Wolff, ein Reserveleutnant und Revierkriminalwachmeister, der nach traumatischen Erlebnissen in der Kolonialpolizei in Deutsch-Ostafrika nun in seinem Revier in Tiergarten unterfordert scheint. Während Rieke durch ihre Neugier oft auf Widerstand in der Schwesternschaft stößt, bringt Gustav die nötige polizeiliche Erfahrung und eine dunkle Vergangenheit mit, die er sorgsam vor anderen verbirgt. Zusammen bilden sie ein ungewöhnliches Duo, das sich nach dem Mord an Riekes Kammermitbewohnerin erstmals gemeinsam auf die Spur eines Täters begeben.
- Band 1: Wechselfieber – Das fertige Manuskript liegt vor und wartet gerade auf die Veröffentlichung. Ein kaiserzeitlicher Berlin-Krimi, der die Leser:innen in die Krankensäle und Schwesternschaft zu Berlin entführt, in denen Frauen von einem besseren Leben träumen und zwischen aufopferungsvollen Dienen und persönlichem Glück wählen müssen.
- Band 2: Agonie – Die Rohfassung ist geschrieben und wartet auf die Überarbeitung. Die Geschichte setzt den Bogen fort und vertieft die Atmosphäre einer Epoche, in der Erpressung und Tod eng beieinanderliegen.
- Band 3: Würgeengel – Der Plot wird derzeit entwickelt. Auch hier verspricht der Titel bereits: Es wird beklemmend, es wird spannend. Diesmal führt es das Ermittlerpaar in die Sommerfrische nach Rheinsberg.
Buchprojekt Tripperburg
Darüber hinaus arbeitet Katte Rosch an einem eigenständigen Kriminalroman, der in der DDR angesiedelt ist und ein bis heute weitgehend tabuisiertes Thema ins Visier nimmt: die Rolle des Pflegepersonals bei der Gewalt an Frauen in den sogenannten „Tripperburgen“ – jenen geschlossenen Einrichtungen, in denen Frauen unter Zwang behandelt wurden. Ein Stoff, der zeigt, dass historische Kriminalliteratur mehr kann als unterhalten – sie kann auch aufdecken, erinnern und gesellschaftliches Unrecht erfahrbar machen.
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